Jul
14
2009
Das Bier läuft. Ich stehe hinter dem Tresen und zapfe Fassbier für unseren Pokertisch.
Jeden Montag und Mittwoch kommen Harry&Co zum Poker spielen hier in meine Kneipe. Es sind gute Jungs, auch wenn ich den Pokerboom hier in Deutschland nicht wirklich nachvollziehen kann. Poker gibt es schon seit ewigen Jahren, doch jetzt auf einmal meint jeder, dass er sich daran versuchen muss? Verstehen tue ich es nicht, also das Spiel an sich schon, nur wieso es jetzt auf einmal so populär geworden ist?! Dennoch habe ich auch meiner Kneipe einen Pokertisch verpasst, denn wo Geld zu verdienen ist, muss man dabei sein. Man muss seinen Kunden halt etwas zu bieten haben und am besten immer etwas mehr als die Konkurrenz.
Neben dem genannten Tisch, besitze ich noch einen Billardtisch, einen Kicker wie auch einen Fernseher. Letzterer ist vor allem wochenends im Einsatz, wenn die Gäste Fußball, Formel 1 oder wie auch momentan die Tour de France verfolgen wollen.
Am vergangenen Sonntag stand ja mal wieder das Formel 1 Rennen auf dem Nürburgring an und es ist köstlich mitanzusehen, dass die, die vor Jahren hier noch mit roten Baseballkappen und Schumifahnen rein kamen, jetzt auf einmal alle Vettel-Fans geworden sind.
Ansonsten gibt es Dienstags noch den Studenten-Stammtisch und sonst plätschert das Geschäft normal vor sich hin.
Als ich damals vorhatte, diese Eckkneipe hier vom Vorbesitzer zu übernehmen, mußte ich zuerst einen speziellen Eignungsnachweis haben, den ich in einem Lehrgang bei der Industrie- und Handelskammer erworben hatte. Nachdem die Kneipe dann aber endlich mein Eigen war, ging es mit dem renovieren los. Man will ja schließlich immer seinen eigenen Touch mit einbringen, wobei dieses Café hier von sich aus schon sehr viel Charme mit sich bringt. Das einzige an das ich mich halten muss, sind die Öffnungszeiten, die durch die lokal gültige Sperrstunde geregelt werden.
Momentan gibt es ja einige Diskussionen um die Kneipen und ihre Besitzer. Continue Reading »
Tags: Wirt
Jul
12
2009
Zitat: „Ein echtes Prunkstück sollte auch noch mit rein, hat es jedoch zu diesem Jubiläum leider noch nicht geschafft. Wird aber hoffentlich bald folgen.“
Eine Woche hat es nur gedauert, nun ist es endlich auf workaBLOGic angekommen.
Was sich nämlich unter diesem, wie auch allen weiteren Beiträgen nun versteckt sind die neuen „sexy Bookmarks“ von workablogic.de (und das Plugin heißt tatsächlich „Sexy Bookmarks“ – für die, die Interesse haben sollten). Des weiteren gibt es nun auch eine weitaus angenehmere Navigation durch workaBLOGic, die ab sofort unten auf jeder Seite für Euch Leser zur Verfügung steht.
Somit ist das Update von letzter Woche komplettiert, ich hoffe Euch gefällt’s und bald geht es dann wieder mit der nächsten Soap-Folge weiter. Euch allen einen angenehmen Sonntag,
Euer Alex
Jul
10
2009
Freitag, 18:00 – Feierabend!
Hier ein Nachrichtenrückblick, was diese Woche in der Arbeitswelt geschah:
– Jeder 5. Beschäftigte rackert für Billiglohn
In den vergangenen zwölf Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnsektor verdoppelt. Knapp ein Viertel von ihnen rackert Vollzeit und verdient damit gerade mal 800 Euro brutto im Monat. (workablogic.de plädiert für einen flächendeckenden Mindestlohn)
– Kita-Tarifstreit: Annäherung bei Verhandlungen
Rund drei Wochen nach Beginn der Streiks in den städtischen Kindertagesstätten sind sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in einer neuen Verhandlungsrunde näher gekommen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) legte nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ein neues Angebot vor. Ein Durchbruch in den Gesprächen sei jedoch noch nicht in Sicht, so eine Verdi-Sprecherin.(workablogic.de’s erster Gedanke war: „Sind die denn immer noch am Streiken?!“)
– Arbeitswelt: gibt es Hitzefrei?
Beim derzeitigen Sommerwetter kann das Büro schnell zur Sauna werden – Anspruch auf Hitzefrei haben Beschäftigte aber nicht. „In der Arbeitswelt gibt es so etwas nicht“, sagte Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Zwar schreibe die Arbeitsstättenrichtlinie vor, dass es im Büro höchstens 26°c warm werden soll. Ist es draußen heißer, dürfe dieser Wert ausnahmsweise aber überschritten werden – um wie viel Grad, sei nicht festgelegt. Ebensowenig sei geregelt, wie oft das passieren darf. (Deutschland und Ihre Bürokratie. Welch eine schwammige Richtlinie.)
– Nur jeder dritte Beamte arbeitet bis 65
Laut Statistischem Bundesamt verabschiedeten sich im vergangenen Jahr 44.500 Beamte in Bund, Ländern & Kommunen aus dem Dienst. Nur 36% erreichten das Ruhestandsalter mit 65 Jahren. Alle anderen gingen früher.(…und tschüss!)
– Banken: weiterer Stellenabbau
Viele Banken in Deutschland wollen trotz besserer Geschäftsaussichten weiter Stellen abbauen. Das geht aus dem „Bankenbarometer“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young hervor. Demnach treten 71% der 120 im Juni befragten Kreditinstitute derzeit auf die Kostenbremse. Jede 5. Bank plant neue Stellenstreichungen, nur jedes 10. Institut will dagegen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Besonders Großbanken planen der Umfrage zufolge einen Beschäftigungsabbau.(Schnell, schnell noch Stellen streichen, ehe die Erholung eintritt und der Vorwand fehlt)
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Jul
08
2009
Wer klingelt denn bitte so früh an meiner Wohnungstür?! Ich stehe auf, mache mich gemächlich im Schlafanzug Richtung Tür und schaue durch mein kleines Guckloch. Ein Mann, Mitte 40. Ich öffne die Tür einen Spalt breit, stecke meinen Kopf hinaus und frage den Herrn, wie ich ihm behilflich sein kann.
„Guten Tag. Herr Kunz?“ Ich nicke. „Ich bin von der GEZ und möchte Sie fragen, ob Sie Radio, Fernseher oder sonst irgendetwas zu melden haben.“ Ich schenke ihm ein müdes Lächeln, sage ihm dass ich Hartz IV-Empfänger bin und dass solch ein Schnick-Schnack bei mir sicherlich nicht zu finden wäre.
Er gibt sich mit dieser Aussage zufrieden, dreht ab und verschwindet im Treppenhaus. Ich gehe in die Küche, schaue auf die Uhr: 10:27. Ich habe noch etwas Zeit bis zum Mittag und verkrieche mich wieder unter meiner Bettdecke.
Mein Tag ist klar aufgeteilt. Bis gegen 12 Uhr wird geschlafen, dann gibt es Mittagessen zum Start in den Tag. Nachmittags sitze ich entweder auf der Couch und zappe im Fernsehen rum oder ich sitze auf meiner kleinen Terrasse und schaue den Menschen auf der Straße zu. Kurz vor Ladenschluss gehe ich dann noch an den ein oder anderen Tagen einkaufen und abends sitze ich entweder wieder vor dem Fernseher oder in einer Kneipe und spüle ein paar Bierchen runter.
(Gut anderthalb Stunden verstreichen…)
Mein Wecker macht sich gegen Mittag bemerkbar und somit heißt es für mich aufstehen. Ich gehe rüber ins Badezimmer, wickele zuerst einmal mein allmorgendliches Geschäft ab, putze mir die Zähne (aber nur mit Wasser, nicht dass mein Mittagessen von der Zahnpasta geschmacklich versaut wird) und rasieren steht erst wieder am Wochenende an. Ich bin einfach zu faul um mich täglich zu rasieren und für wen sollte ich mich auch schön machen? Für den Herrn von der GEZ, für meine Playstation oder meinen chronisch leeren Kühlschrank?
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Tags: Hartz IV-Empfänger